Aktuelle Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt

Wie die EZB am Donnerstag mitteilte, sollen Anleihekäufe („APP-Programm“) bereits ab dem dritten Quartal eingestellt werden. Voraussetzung hierfür sei jedoch, dass keine Abschwächung der Inflationsaussichten erfolgt. Bis dahin bleibt es bei einem Leitzins von 0 %. Anleihekäufe werden lediglich gedrosselt. Ziel sei es jedoch, den Weg in eine striktere Geldpolitik zu bahnen. Experten deuten dies als Reaktion auf die steigende Inflation, welche ein größeres Problem darstelle als mögliche Sorgen um die europäische Konjunktur. Möglicherweise bestehe sogar die Chance auf eine Leitzinserhöhung. Auch in Bezug auf die Bauzinsen wird sich im Jahr 2022 etwas tun. Diese liegen derzeit bei rund 1,66 % (10-jährige Zinsfestschreibung). Inflationsbedingt könnten diese steigen. Der Krieg in der Ukraine bleibt jedoch ein Unsicherheitsfaktor.

Experten und Laien zugleich diskutieren, wie groß die Abhängigkeit der Welt vom russischen Öl und Gas wirklich ist. Dabei werden Unterschiede zwischen den USA und seinen europäischen Partnern deutlich. So importieren die Amerikaner lediglich 8 % ihrer Importe aus Russland. Ein Grund hierfür ist auch, dass die USA selbst fördern und daher weniger abhängig von externen Quellen sind. Deutschland hingegen bezieht mehr als die Hälfte seines Gases von Russland (55 %). Beim Öl sind es noch immer gut ein Drittel. Es besteht also eine wesentlich größere Abhängigkeit. Unabhängig vom Kriegsverlauf und Politik wird Europa weiter daran arbeiten, sich von fossilen Energieträgern zu verabschieden. Was dies für Privatleute ganz konkret bedeutet? Jeder sollte sich am besten frühzeitig überlegen, wie in Zukunft am besten geheizt werden soll. Muss es wirklich Heizöl oder Gas sein?

Energiesparen: Der Zeitpunkt ist jetzt!

Seit einiger Zeit blicken viele Haushalte mit Sorge auf steigende Energiepreise. Sowohl mittel- als auch langfristig werden massive Preissteigerungen erwartet. Doch wie stark wird es Eigentümer treffen? Laut eines Vereins von Immobilieneigentümern sind Erhöhungen von bis zu 100 % denkbar. Bereits jetzt müssen rund 1200€ aufgebracht werden, um eine 80 qm große Wohnung mit Wasser und Wärme zu versorgen.
Aus gutem Grund steigt daher auch das Interesse an energetischer Sanierung. Dies könnte jedoch noch wesentlich größer sein, wenn keine Angst bestünde, sich finanziell zu verheben. In der Beratung stellt sich in vielen Fällen heraus, dass diese Sorge unbegründet ist. Der Grund: die verschiedensten Förderprogramme durch BAFA, KfW oder die Kommune. Es stimmt, dass die Abschaffung der EEG-Umlage die Situation entspannen wird. Ob dies ausreichen wird, lässt sich jedoch nicht sagen. Fest steht, dass sowohl Solaranlagen als auch Dämmungen sich in naher Zukunft viel stärker lohnen werden.

Insolvenzen im Baugewerbe trotz Bau-Boom?

Wer baut, der sollte sich im Vorfeld über seine Partner genau informieren – zum Beispiel durch die Einholung einer Schufaauskunft. Der Grund: Viele Bauunternehmen verfügen über eine viel zu geringe Eigenkapitalquote. Diese ist im Vergleich zu anderen Branchen unterdurchschnittlich. Kleine Baufirmen (Umsatz kleine als 0,25 Millionen €) besitzen über 30 % kein Eigenkapital. Dies kann schnell zu bedrohlichen Situationen führen. Lieferengpässe führen oft zu Baustopps, welche sich finanziell nicht immer kompensieren lassen. Daher verzeichnet das Statistische Bundesamt noch immer viele Pleiten im Baugewerbe. Zwar sind diese um 3,1 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegeben – verantwortlich sind hier aber einzig die prall gefüllten Auftragsbücher.

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