Der Krieg in der Ukraine und ihre Folgen

Der Krieg in der Ukraine hat bestimmt längerfristige wirtschaftliche Handelskonflikte zur Folge. Kurzfristig dürften die Staaten, die sich an den Sanktionen gegen Russland beteiligen, davon stark betroffen werden, laut einer Aussage des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Mittelfristig könnte der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland aber nur um etwa 0,4 % / Jahr niedriger ausfallen. Für 2022 korrigiert der Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK) seine Wachstumsprognose von 6 % für den Export. Er sieht aber keine Gefahr für eine Rezession. Ob der Ukraine-Krieg Einfluss auf den Zinsauftrieb hat muss abgewartet werden. Momentan liegen die Bauzinsen bei 1,6 % für ein zehnjähriges Darlehen, dabei ist mittelfristig mit angemessen Erhöhungen zu rechnen.

Die Notenbanken stehen vor dem Problem, wie sie angesichts des Krieges auf die bestehende Inflation reagieren sollen. Die Notenbank der USA wird laut Medienberichten eine erste Zinserhöhung eventuell im März vornehmen. In Europa sind die Meinungen unterschiedlich. Bundesbankpräsident Nagel hat kürzlich angedeutet, dass die Leitzinsen noch dieses Jahr steigen könnten. Laut Zeitungsberichten will er die Normalisierung der Geldpolitik im Auge behalten. Am Mittwoch warb der EZB-Chefvolkswirt Lane was die Geldpolitik betrifft um Geduld. Die differierenden Reaktionen des Fed und der EZB erklärt sich damit, dass der Krieg in unmittelbarer Nachbarschaft stattfindet. Außerdem ist Europa stärker von Energieimporten abhängig als die USA. Die kommenden Donnerstag stattfindende EZB-Sitzung wird deshalb mit großer Spannung erwartet.

Wird eine Versicherung gegen Naturkatastrophen bald Pflicht?

Dies rät der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (SVRS), in seiner Eigenschaft als Berater der Bundesregierung. Zum jetzigen Zeitpunkt haben etwa die Hälfte der Gebäude einen entsprechenden Versicherungsschutz. In weniger gefährdeten Gebieten liegen circa zwei Drittel der Häuser. Aber auch hier werden die Naturgefahren durch den Klimawandel größer, so die Sachverständigen. Der SVRS schlägt eine gestaffelte Versicherungsprämie vor, die von der Risikolage abhängig ist. Zur Diskussion stehen monatliche Zahlungen von fünf bis 50 Euro. Die letztjährige Hochwasserkatastrophe sollte jedem gezeigt haben wie Wassermassen menschliche Existenzen zerstören können. Jeder, er sich über sein eigenes Risiko informieren möchte, hat hierzu die Möglichkeit mit der Postleitzahlensuche im Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen.

Die Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt hat traurige Folgen: Einige Erben und Erbinnen können inzwischen ihre Elternhäuser nicht mehr halten. Weil die Immobilienbewertungen mittlerweile so hoch sind wird eine dementsprechende Erbschaftssteuer fällig. In diesen Fällen helfen auch die Freibeträge nicht, denn in deren Rahmen dürfen sich Ehepaare untereinander bis maximal 500.000 Euro vererben. Zwischen Eltern und Kindern dürfen es bis zu 400.000 Euro sein.
In deutschen Metropolen liegt der Verkehrswert häufig schnell über dem Freibetrag. Was für die einen ein Luxusproblem ist, hat für die Nachkommen oft dramatische Folgen. Sie enden häufig im Verkauf der geerbten Immobilie, wenn die Hinterbliebenen das notwendige Geld für die anfallende Erbschaftssteuer nicht beschaffen können.

Ein politischer Ausweg könnte eine Erhöhung der Freibeträge sein; alternativ dazu die frühzeitige Nutzung von Freibeträgen durch eine Schenkung. Hier wäre eine fachliche Beratung nützlich.

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