Die Lage um die Materialengpässe hat sich verbessert

Die Lage um die Verfügbarkeit von Materialien, wie Dämmstoffe, Holz oder Stahl hat sich wieder verbessert. So sollen diese zwar wieder einfacher erworben werden können, steigen dafür aber deutlich im Preis. Nach einem Preisanstieg von 6 % im Jahr 2021 werden die Preise laut dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes auch in diesem Jahr nochmal um 4 % steigen.

Um dieser Kostenspirale entgegenzuwirken wurde in Bayern das Projekt „Einfach Bauen“ gestartet, in dessen Rahmen drei identische Häuser aus jeweils Holz, Beton oder Ziegeln fertiggestellt wurden. Die aus den drei Forschungshäusern erhobenen wissenschaftlichen Daten sollen mehr Aufschluss über den Zusammenhang von verwendeten Baumaterialien zu den Eigenschaften, wie Konstruktion, Nutzerverhalten, Behaglichkeit und Raumklima gewähren. Das Projekt hat sich einer hohen Beliebtheit erfreut und gewann Ende 2021 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Architektur.

Unter der Aufsicht von Forschern und Forscherinnen der TU München konnte festgestellt werden, dass eine komplexere Gebäudetechnik tendenziell häufiger Systemfehler, Fehlbedienungen oder Ausfälle von technischen Anlagen hervorruft und einer einfachen Bauweise insofern unterlegen ist. Für eine einfache Gebäudetechnik spricht aber nicht nur die Zuverlässigkeit der verbauten Komponente, sondern auch die Möglichkeit, veraltete oder beschädigte Teile deutlich einfacher auswechseln zu können.

Der klimafreundliche Kurs in Deutschland bewirkt, dass bei der Errichtung und Nutzung eines Hauses auch zunehmend auf einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck Wert gelegt wird, sodass die Nachfrage nach nachhaltigen Baumaterialien, wie Holz, steigen wird. Aus diesem Grund soll im Projekt „Einfach Bauen“ untersucht werden, ob sich CO2-speichernde Materialien auch langfristig durchsetzen werden.

Die Inflation übersteigt 4 %

So viel wird laut Bundesbankpräsident Joachim Nagel im Jahr 2022 der prozentuale Jahresdurchschnitt betragen. Wenn sich die konstant überhöhte Inflationsrate nicht bessern wird, wird er sich für eine Erhöhung des Leitzinses aussprechen. Auch die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde schließt eine Erhöhung der Zinsen in diesem Jahr nicht aus. Die endgültige Entscheidung wird in der Sitzung im März bekanntgegeben.

Die steigenden Preise verschonen auch die Immobilienbranche nicht

Analysen aus 800.000 Finanzierungen, die zwischen den Jahren 2011 und 2021 ausgewertet wurden, verdeutlichen den steigenden Preisdruck auf den Immobilienmarkt. Nichtsdestotrotz sollen laut den Forschungsergebnissen bisher keine riskanten Finanzierungen aufgenommen worden sein. So waren Käufer und Käuferinnen bei einem durchschnittlichen Eigenkapitalanteil von 132.000 Euro, einer Beleihung von 81 % und einem Tilgungssatz von 3 % etwa 13,3 Jahre an Zinsen gebunden. Der Durchschnittspreis von Immobilien ist laut Studien im letzten Jahr auf 494.000 Euro, also um 10,5 % gestiegen. Auch hat sich die Zahl der Kapitalanleger und Kapitalanlegerinnen von 13 % auf 27 % um mehr als 100 % vergrößert. Trotz alledem sei es schwieriger geworden, ohne Ersparnisse oder finanziellen Hilfen von Angehörigen eine Immobilie zu erwerben. Pläne der Ampelkoalition, die Grunderwerbssteuer zu mindern und Darlehen, die das Eigenkapital ersetzen, einzuführen, könnten sinnvoll sein und den Bauherren eine neue Alternative nach dem Fördermittelstopp eröffnen.

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