Inflation macht sich im Hausbau stark bemerkbar

Die Inflation lag in Deutschland für Jahr 2021 bei 3,1 Prozent. Diesen Wert hat das Statistische Bundesamt ermittelt und er stellt das Maximum seit 1993 dar. Insbesondere beim Hausbau machte die Inflation sich bemerkbar, denn die Preise sind im November 2021, im Vergleich zum Vorjahresmonat, so stark gestiegen wie in den letzten fünfzig Jahren nicht. Mehr als zwei Drittel der Bauherren gaben auf Nachfrage an, dass das die Kostenexplosion zu einer großen Mehrbelastung führe. Wer aktuell bauen möchte, sollte deshalb einen größeren finanziellen Puffer einplanen und bessere zinsfreie Zeiten mit den Banken auszuhandeln.

Die Zeiten sind aktuell sehr volatil, was man nicht zuletzt an den Reaktionen der Notenbanken sieht. Jerome Powell, Chef der amerikanischen Notenbank, machte unlängst klar, dass er alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel nutzen werden, um der Inflation Einhalt zu gebieten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat leiden die USA derzeit unter einer Inflation von sieben Prozent. Für das Jahr 2022 sind aktuell drei bis vier Erhöhungen des Leitzinses geplant. Die EZB gab jüngst bekannt, dass die schwankenden Energiepreise künftig eine größere Rolle bei den Planungen im Euroraum spielen werden. Die Geldpolitik dürfte demnach in der nächsten Zeit wesentlich straffer als bisher werden und das wäre auch für Deutschland gut. Eine anhaltend hohe Inflation ist laut der Deutschen Bundesbank nicht gut für die Wirtschaft.

Aktuell ist noch unklar, wie es sich mit den Bauzinsen verhalten wird. Der Ausschuss für Finanzstabilität, in dem unter anderem Vertreter des Bundesfinanzministeriums, der BaFin und der Bundesbank sitzen, hat einen entsprechenden Vorschlag eingebracht. Die Banken sollen nach den Plänen mehr Eigenkapital in Reserve halten müssen. Daraus resultieren Kosten, welche die Banken in Form von höheren Zinskosten an die Kunden weitergeben müssen. Perspektivisch könnten sich die Kosten hier also erhöhen. Aktuell ist jedoch überhaupt nicht klar, wie hoch die Zinsen steigen werden.

Ein neues Projekt der Finanzverwaltung startet im Jahr 2022. Die neue Grundsteuer hat eine Neubewertung der Grundstücke in Deutschland zur Folge. Alle Immobilienbesitzer und -besitzerinnen werden in den nächsten Wochen Post vom zuständigen Finanzamt erhalten, weil die Grundsteuererklärung ab dem 1. Juli 2022 abgegeben werden muss. Das ist nötig, weil die Berechnungsgrundlage für die Grundsteuer bisher auf alten Werten beruhte. In den neuen Bundesländern wurden die Grundstückswerte aus 1964 herangezogen, in den alten sogar die aus 1935. In Zukunft soll der Grundbesitzwert sich aus dem Bodenrichtwert und einer sogenannten Nettokaltmiete zusammensetzen. Die Zukunft wird zeigen, ob die Reform ihre Wirkung entfaltet. Neu ist, dass unbebaute, aber baureife Grundstücke nun ebenfalls besteuert werden. Die entsprechenden Eigentümer sollen dadurch zum Bau animiert werden.

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