Inflation und sinkendes Wirtschaftswachstum

Die Ukraine-Krise beschäft die ganze Welt - und zwar nicht nur in menschlicher Hinsicht, sondern auch mit schweren wirtschaftlichen Folgen. Zu nennen sind hier neben den besorgniserregenden Prognosen des Internationale Währungsfonds (IWF), der nunmehr nur noch von einem deutschen Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,1 % statt 3,8 % ausgeht, auch die extremen, so in den letzten Jahren nicht dagewesenen Inflationsraten, die das Leben merklich teurer machen. Betroffen sind nicht nur Güter des töglichen Bedarfs, sondern insbesondere auch Baustoffe: Der Preis von Bitumen, Dämmstoffe und Fliesen steigt stetig. Verschärft wird die Situation noch durch einen allgemeinen Mangel an den benötigten Rohstoffen und den damit einhergehenden zeitweisen Lieferengpässen. 

Gerade Privatleute, die Ihr Eigenhaum bauen möchten, trifft die Situation hart. Die allgemeine Teuerung, verbunden mit einem Bauzins, der bei zehnjähriger Bindung bei 2,44 % liegt, treibt die Kosten für das Gesamtvorhaben in die Höhe. Kein Wunder also, dass Sachverständige schon jetzt einen deutlichen Einbruch der Wohnungsbauvorhaben ab 2023 prognostizieren. Im Ergebnis wollen viele Betroffene mehr selbst anpacken und ihren Freundeskreis in die Arbeiten einbinden. Das ist jedoch gar nicht so einfach - gefordert sind Organisationstalent, handwerkliche Begabung, Fachwissen und nicht zuletzt auch eine adäquate Absicherung aller Beteiligten.

Auch die staatliche Planung wird von der neuen Situation empfindlich getroffen. Die Regierung, konkret das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unter der Führung von Ministerin Klara Geywitz (SPD), hat sich das heere Ziel gesetzt, jährlich 40.000 neue Wohnungen zu bauen. Lösungswege - vorallem, um den Bauerfolg von 800.000 schon genehmigten Wohnungen sicherzustellen - will Geywitz im Bündnis für bezahlbares Wohnen entwickeln.

EH40-Förderung schon nach Stunden gestoppt

Schlecht sehen gerade für Privatleute, die eine Immobilie kaufen oder bauen wollen, auch die staatlichen Förderungen aus: Der 1-Milliarde-Euro-Topf der KfW, der für die Förderung von sich nach dem Effizienzhaus-Stufe 40 richtenden Bauvorhaben vorgesehen ist, war schon wenige Stunden nach Beginn der Maßnahme leer. Neue Förderanträge können in der zweiten Stufe nur noch für Projekte nach dem Standard der Effizienzhaus-Stufe 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse eingereicht werden, wobei dieses Angebot bis Ende 2022 befristet und mit verschärften Konditionen versehen ist.

Auskunftspflicht von Immoblieneigentümern nach Grundsteuerreform wird fällig

Zuletzt noch eine Nachricht für diejenigen, die bereits Eigentümer eines Hauses sind: Zurzeit fordert das Finanzamt nach und nach Betroffene dazu auf, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zwischen dem 1. Juli und dem 31. Oktober 2022 eine sogenannte Feststellungserklärung zu übermitteln. Hierin werden viele Detailinformationen zum Eigentum abgefragt, die sich aus einer Vielzahl von verschiedenen Unterlagen wie Grundsteuerbescheiden, dem Kaufvertrag, dem Einheitswertbescheid und dem Grundbucheintrag ergeben. In der Folge fordern Auskunftspflichtige teils eine Verlängerung der Frist bis in das Jahr 2023.

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